Sind wir heute besser zu uns selbst als vor 60.000 Jahren?

Kenn‘ ich mein Körper

Lange Zeit, bis vor 15 Jahren, hatte ich noch nicht dieses Bewusstsein für mein Körper. Mir war damals noch nicht bewusst, wie wichtig Ernährung, Bewegung, Schlaf und Entspannung für die körperliche oder physische Energie ist. Mir war auch damals nicht bewusst wie diese vier Säulen Ernährung, Bewegung, Schlaf und Entspannung einen großen Einfluss auf meine Leistung haben und somit beeinflussen, wie gut ich im Leben vorwärts komme. Meine Handlungen mit dem Körper zu arbeiten, wurden nur von äußeren Reizen wie Werbung oder Freunde ausgelöst und nicht von mir selbst.

Leider hatte ich früher in meiner Jugend, das ist schon 30 Jahre her, auch nicht die Kenntnis, dass man sich Wissen mit Büchern über den Körper holen kann um an dem eigenen Körper zu arbeiten. Heute ist das besser. Information gibt es genug. Man kann sich sehr leicht Wissen über Ernährung, Bewegung, Schlaf und Entspannung holen. Es gibt auch eine Fülle an Experten, die einen unterstützen können den Umgang mit dem Körper besser zu verstehen.

Wir haben Das Bewusstsein für den Körper verloren

Das Problem hierbei ist nicht der Mangel an Wissen sondern der Mangel an einem Bewusstsein für den eigenen Körper. Obwohl wir genug wissen über den Körper als vor 30 Jahren haben, fällt es uns immer noch nicht schwer, den Körper mit Literweise Zucker zu füllen. Wir wissen wie wichtig der Schlaf für den Körper ist, doch tun wir Dinge die einen negativen Effekt auf den Schlaf haben wie langes Fernsehen schauen oder langes Arbeiten vor dem Computermonitor. Auch ein Bewusstsein für die Erholung fehlt immer noch, da mit dem Schlafen die Erholung nicht abgeschlossen ist. In diesem Podcast möchte ich die Wichtigkeit eines richtigen Bewusstseins zum eigenen Körper zeigen. Für mich ist es daher viel wichtiger, dass dieser Podcast dich zum handeln erweckt, so dass man die Wichtigkeit des Körpers fühlt und ein längerfristiges Bewusstsein für den Körper entwickelt. Darum lass uns gleich loslegen.

Die Natur hat unseren Körper für etwas anderes erschaffen

Der Homo Sapiens tritt ungefähr vor 60.000 Jahren auf die Weltbühne. Damals gibt es noch keinen Kühlschrank das mit vielen Leckereien voll gefüllt ist. Man konnte auch damals nicht einfach in den Supermarkt fahren um sich viele leckere Sachen kaufen zu können. Der Homo Sapiens war auf sich alleine gestellt.

Ich habe mal mit meinem Sohn eine Dokumentation über die Ureinwohner Piaroa gesehen. Diese Piaroa wohnen zwischen Venezuela und Brasilien. Mit dieser Dokumentation konnte ich mir ein besseren Bild über den Homo Sapiens vor 60.000 Jahren machen.

Sie hatten nicht viel Besitz. Sie waren leicht bedeckt und die Männer hatten Sperre und Blasröhre für die Jagt. Der Tag begann folgendermaßen. In der früh am Morgen führte der Stammesälteste eine Zeremonie durch. Es war ein Tanz mit dem einem Gesang was dazu dienen sollte, dass die Jäger einen erfolgreichen Jagt haben. Heute würde man dafür Morgensendung zum aufwecken sagen. Nach dem Ritual am Morgen zogen zwei Jäger und der Stammesälteste auf die Jagt los.

Weil es keinen lecker riechenden Kaffee mit lecker belegten Toastbrot gab, suchten sie nach etwas essbares. Dafür müssten die drei langen Laufen. Manchmal müssen die Jäger täglich bis zu 20 Kilometer laufen bis sie eine Beute finden und dann nochmal 20 Kilometer zurück. Mir wurde bewusst, dass unser Körper eigentlich für lange Distanzen erschaffen ist. Dadurch wurde mir bewusst, Wie kurz die Distanz zu meinem Kühlschrank und zum nächsten Supermarkt ist. Seltsamerweise beschwere ich mich auch noch über diese kurze Distanz zum Kühlschrank oder Supermarkt, dass es zu lange ist. Die Wanderung der Jäger, dauerte dagegen einen Tag. Die Jäger suchten nach etwas was Protein und Fett beinhaltete, da Landwirtschaft und somit Kohlenhydrate noch nicht in Fülle wie heute vorhanden war. Ich fragte mich daher brauche ich all diese Leckereien? Tun diese Leckereien mir wirklich gut oder sind es nur kurzfristige Befriedigungen?

Irgendwann wurden die Jäger fündig. Sie fanden eine Riesenvogelspinne. Mein Sohn sagte, Papa die Spinne ist so groß wie eine Honigmelone. Ich zuckte etwas zusammen, weil ich mir die Größe der Riesenvogelspinne besser vorstellen konnte. Das Fangen dieser Vogelspinne war kein Kinderspiel, da dieses riesen Vogelspinne gleich zum Kampf ansetzte. Sie feuerte die giftigen Haare von ihrem Hinterleib ab. Auch der Biss dieser Vogelspinne kann tödlich enden. Doch der Jäger war in dieser Sache geübt. Er beschaffte sich ein paar Blätter die sogar größer als die Spinne waren. Dadurch konnte sich der Jäger die Hand schützen. Mit einem blitzartigen Griff, konnte er die Spinne halten so dass die Spinne keine Chance hatte zuzubeißen oder die giftigen Haare abzufeuern. Die Vogelspinne wurde mit den Blättern so gebunden, dass sie nicht mehr eine Gefahr stellte. Ich stellte mir die Frage wie würde ich damals als Blinder handeln. Wahrscheinlich würde ich mich nur aus Blättern und würzeln ernähren?

Irgendwann konnten die Jäger die zweite Riesenvogelspinne fangen. Dadurch hatten die Jäger was zum braten oder grillen. Die Vogelspinnen waren weiblich, wodurch die Vogelspinnen noch Eier im Körper trugen. Aus den Eiern machten die Jäger einen Omelett und die Vogelspinnen wurden über einem Feuer gegrillt. Dies war ihre Mahlzeit für den Tag.

Dieses Beispiel obwohl es aus der heutigen Zeit stammte, gab mir ein besseres Bild um den Homo Sapiens vor ungefähr 60.000 Jahren vorzustellen. Lange Wanderungen so, dass der Körper hohe Leistungen erbringen musste. Wahrscheinlich oft unter Angst oder Stress, da das Fangen der Beute kein Kinderspiel war. Die Ernährung bestand meistens nur aus Proteinen und Fetten. Auch war die Ernährung nicht so dass es in Fülle vorhanden und daher immer zugänglich war.

Der Körper des Homo Sapiens lebte viele tausende Jahre nur mit hoher körperlicher Belastung und dem notwendigen zu essen. Erst nachdem die Landwirtschaft durch den Homo Sapiens entdeckt wurde, änderte sich dies. Die Umgebung vor der Landwirtschaft, hat den Körper für gewisse Umstände geformt. Wir leben heute genau in diesem Körper der genau lange für die Umstände vor der Landwirtschaft entwickelt wurde. Dieser Körper benötigt körperliche Belastung und etwas Nahrung um gut funktionieren zu können.

Doch heute muss man nicht mehr weite Distanzen laufen und sich in eine Gefahr begeben, um etwas essbares zu finden. Doch wir dürfen nicht vergessen, dass unser Körper immer noch diese körperliche Belastung benötigt und die Haupternährung aus Proteinen und Fetten besteht.

Eine wichtige Erkenntnis durch die Wissenschaft über unseren Körper ist der Energiesparmodus was der Körper des Homo Sapiens aus diesen Umständen aufgebaut hat. Kanadische Forscher der Simon Fraser University beschäftigen sich genau mit dieser Frage ob der Körper Mechanismen entwickelt hat um die vorhandene Energie effizient einzusetzen. Auch amerikanische Forscher haben eine Botenstoff gefunden womit die Muskeln eine gewisse Leistung signalisieren wodurch der Körper die vorhandene Energie effizient einsetzen kann.

Heute weiß man auch, dass dieser Energiesparmodus das Abnehmen mit Diäten oder schnellen Fitnessprogrammen erschwert. Unser Körper hat über viele Tausende Jahren Mechanismen entwickelt, die dafür Sorgen, dass alles richtig in unserem Körper funktioniert. Daher sollte man nicht das Ziel haben den Körper zu verändern, dies tun Diäten oder schnelle Fitnessprogramme. Man sollte mehr das innere des Menschen oder sein Bewusstsein verändern denn diese Veränderungen halten viel länger.

Der innere Antrieb

Ich kann nicht behaupten, dass ich der gesündeste Mensch bin oder einer der gesündesten Menschen bin. Das ist auch nicht meine Absicht. Auch ich tue Dinge, die meinem Körper nicht gut tun. Ich habe aber für mich entschieden mehr aus meinem Leben zu machen. Ich möchte für meine Kinder und auch für die Menschen ein gutes Beispiel sein. Einer der trotz Barrieren und Problemen etwas sinnvolles aus seinem Leben macht.

Damit aber dies möglich ist, brauche ich viel Energie in meinem Körper so das immer ein innerer Antrieb vorhanden ist.

Dieser Gedanke hilft mir ein ganz anderes Bewusstsein für mein Körper zu entwickeln. Ich denke nicht mehr an Diät oder an schnelle Fitness. Ich denke nur an meinem inneren Antrieb oder Energie, damit ich ein gutes Beispiel für meine Kinder und die Menschen bin. Dieser Gedanke bringt mich zu einem Bewusstsein zu meinem Körper. Das führt mich automatisch zu mehr Aufmerksamkeit für meine Ernährung, Bewegung, Schlaf und Entspannung.

Dadurch ist es kein Kampf gegen den eigenen Körper, wo man versucht, gegen die Mechanismen zu arbeiten was der Körper über viele tausende von Jahren entwickelt hat.

Genug Energie

Ich habe oft gehört dass der Körper mit einem Tempel verglichen wird. In diesem Tempel wohnt nun unser Bewusstsein. Jeder ist nun verantwortlich dafür zu sorgen, in welchem Tempel das Bewusstsein wohnt.

Die Umstände haben sich heute im Gegensatz vor 60.000 Jahren verändert. Vor 60.000 Jahren hatte man nicht so viel an Umständen, so dass man sich intensiv Gedanken über den Körper machen musste. Man lebte einfach in den Tag hinein und hatte keine großen Herausforderungen oder Visionen im Leben.

Doch wir Menschen entwickeln uns. Die Entwicklung findet innerlich statt. Wollen wir diese Entwicklung fortführen, sollten wir dazu sorgen, dass im Körper immer genug Energie vorhanden ist. Ich sage dazu auch man sorgt dafür, dass immer genug Licht im Tempel vorhanden ist.

Nun wenn Du das Verlangen hast, im Leben vorwärts zu kommen, in was für einem Tempel sollte dein Bewusstsein Leben?

Nun wenn Du das Verlangen hast, im Leben vorwärts zu kommen, in was für einem Tempel sollte dein Bewusstsein Leben?

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