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Emotionales Bodybuilding – Wie Fit ist dein emotionaler Körper?

Eine energievolle Umgebung für die Emotionen

Ich sehe mich als ein Kind der auf einer schönen und bunten Wiese rennt. Das herumrennen fühlt sich befreiend an. Dann bleibe ich vor einen orangenen Löwenzahn Blume stehen und betrachte ihn mit großer Begeisterung. Die schöne orangene Blüte, erinnert mich an eine starke und majestätische Löwenmähne welches ein bestärkendes Gefühl in mir auslöst. Auch sein majestätisches Brüllen vibriert mein Körper und ich kann diese starke Energie in mir spüren.

Auf einmal landet ein wunderschöner Schmetterling auf dem Löwenzahn wodurch die Blüte wie ein Pendel hin und her schwingt. Was für wunderbare Farben der Schmetterling auf seinen Flügeln trägt. Es ist schon unglaublich, welche wunderbaren Farben die Natur hervorbringen kann. Dann schlägt der Schmetterling langsam mit seinem Flügeln, ähnlich wie der Schlag der Sekundenzeiger einer Uhr, welches in mir ein Gefühl der Ruhe hervorbringt.

Was ist denn das? Das ist ja unglaublich, ein roter Maikäfer steigt am Stängel des Löwenzahns hoch. Die rote Farbe auf den Flügeln mit den schwarzen Punkten ist ein schöner Anblick. Dann diese weißen Punkte, womit mich der Maikäfer anschaut und mir zuzwinkert, dass ich ein sehr schönen Tag haben werde, erfüllt mich mit sehr viel Glück und Freude.

Negative Emotionen können zerstörend sein

Nicht immer war ich in der Lage, meine Welt so schön zu sehen. Als sich mein Sehen von Tag zu Tag verschlechterte und ich dann irgendwann Blind wurde, hatte ich nur negative Gedanken und Gefühle als tägliche Begleiter.

Dadurch war ich nicht in der Lage, mit Menschen schwierige Unterhaltungen durchzuführen. Ich wurde zu schnell von meinen negativen Gedanken und Gefühlen kontrolliert und geleitet.

Ich dachte, das Menschen mich nicht mögen und mir etwas Schlechtes antun möchten. Dadurch konnte ich keine guten Beziehungen zu Menschen aufbauen wodurch ich lange Zeit alleine war.

Eines meiner größten Erkenntnisse ist, dass die meisten Menschen nicht wirklich Böse sind und mir nicht was Schlechtes antun möchten. Denn es ist unser natürliches oder soziales Verlangen, in Frieden und Ruhe zusammenzuleben.

Ich habe festgestellt, dass mein verzerrter oder falscher Blick auf die Welt, meine Welt mir schlecht „Sehen“ ließ. Durch die falsche Wahrnehmung wurde eine Fülle von negativen Gedanken und Gefühlen in mir ausgelöst. Diese negativen Gedanken und Gefühle ließen mich die Menschen dann als schlechte Menschen wahrnehmen auch wenn sie nahe und gute Bekannte sind.

Ich habe erkannt, dass ich in solchen Situationen, selbst sehr viel ändern kann, wodurch ich in solchen Situationen viel mehr erreiche.

Genau darum geht es in diesem Artikel. Auch wenn man vor Ärger und Wut Brodelt und es geht im Leben nicht weiter, wenn man dann auch die Schuld noch auf die anderen verschieben möchte, dann gibt es eine Hoffnung, ein Licht, aus der negativen Situation was „Besonderes“ zu machen. Wie? Mit emotionaler Bodybuilding.   Interessiert? Dann lies bitte weiter.

Ein weiterer Klugschwätzer, der Dir helfen möchte?

Vielleicht denkst Du jetzt oder auch schon länger, das deine Probleme sehr schwer lösbar sind und ein Person wie Hakan Dir dabei nicht helfen kann. Vielleicht spürst Du sogar eine Wut in Dir und Du denkst, dass Hakan ein Klugschwätzer wie viele andere ist und dein Problem gar nicht verstehen kann. Das dein Problem was Unlösbares ist und viel schwieriger ist, als die meisten Probleme die Hakan kennt.

Soll ich Dir was verraten? Wenn deine Gedanken genauso sind, dann hast Du zu 100 Prozent Recht. Denn nur Du alleine bestimmst wie Du deine äußere Welt wahrnimmst. Mit dieser Wahrnehmung wirst Du dann noch viele Jahre weiterleben und dein Leben wird dir immer sehr schwer erscheinen.

Aber immerhin bist Du daran interessiert, deine Situation zu verbessern und daraus was Besseres zu machen. Denn Du bist hier und liest genau diesen Artikel.

Natürlich ist es nicht immer einfach den ersten großen Schritt zu machen. Den dieser große Schritt erfordert einen großen Energieeinsatz. Denn dieser große Schritt erfolgt nicht außen, sondern in Dir selbst.

Hier ein Beispiel: Für viele Menschen erscheint es so, dass für mich das Schreiben von Texten wie dieser sehr einfach ist. Doch keiner weiß, welche Kämpfe ich mit mir selbst schon hinter mir habe.

Ich musste als Blinder lange Zeit das richtige Arbeiten mit dem Screen Reader lernen. Ein Screen Reader ist eine Vorlesesoftware, welches die Texte auf dem Bildschirm vorliest. Es war die Hölle. Der Screen Reader funktionierte nicht immer wie es eigentlich funktionieren sollte. Der Screen Reader stürzte ohne einen Grund einfach so ab. Manchmal reagierte der Screen Reader für mehrere Minuten überhaupt nicht. Ich saß vor meinem Laptop und konnte diese brodelnde Wut, welches durch diese Zustände verursacht wurden, in mir spüren. Ich war verzweifelt und wusste nicht was ich in meiner Situation noch tun sollte.

Mir liefen die Tränen, so dass ich diese auf meinen Händen spüren konnte welche sich auf dem Laptop Tastatur befanden.

Ich wollte schreiben, doch die Situation fesselte mich und ließ nicht zu das ich schreiben konnte.

Irgendwann war ich dann soweit, alles aufzugeben. Ich gab die Schuld dem Laptop und Screen Reader Hersteller. Sie seien nicht in der Lage vernünftige Systeme für       Menschen mit Sehbehinderung herzustellen. Mein Ärger und Wut waren so stark, dass ich dadurch für eine Lösung nicht aufnahmefähig war. Sobald jemand mir helfen wollte, war ich mit Ärger und Wut erfüllt und lehnte jede Hilfe von einem „Klugschwätzer“ ab.

Doch wie kam die Wende? Heute vertrete ich die Meinung, dass die Arbeit mit den Emotionen ähnlich wie mit dem physischen Körper funktioniert. Wir haben emotionale Muskeln und diese müssen trainiert werden. Werden sie nicht trainiert, dann haben sie nicht die notwendige Energie gegen die schweren Emotionen entgegenzuwirken. Also ähnlich wie ein körperlicher Muskel, welches je nach Training viel Gewicht heben kann oder lange laufen kann.

Es reicht nicht zu wissen, dass man Emotionen kontrollieren kann. Man muss auch diese emotionalen Muskeln trainieren. Es hilft ja auch nicht, wenn man weiß, dass man mit Liegestützen die Arme und Brust stärken kann. Man muss Liegestützen ausführen, um die Arme und Brust zu stärken.

Schauen wir zuerst einmal die 7 Grundemotionen nach Paul Ekman an, welche in verschiedenen Kulturen und Ländern immer dieselben Emotionen sind. Diese sind: Angst, Ekel, Überraschung, Trauer, Verachtung, Wut und Freude. Diese Grundemotionen sind evolutionär bedingt und sollen uns in bestimmten Zuständen schützen.

Nehmen wir uns etwas in die Hand, was übel riecht, dann werden wir uns davor ekeln und es wegschmeißen. Der Schutz ist was Verdorbenes zu essen.

Verlieren wir einen geliebten Menschen, dann überfallen uns negative Gedanken und Gefühle. Durch die Trauer wie z.B. weinen sind wir in der Lage diesen Zustand zu verarbeiten und damit umzugehen.

Doch im heutigen Leben geht es nicht mehr vorrangig um das Überleben in der Wildnis. Glücklicherweise verliert man nicht mehr wie vor vielen Tausenden von Jahren viele geliebte Menschen, weil damals noch viel mehr Gefahren in der Natur lauerten.

In der heutigen Zeit mit Kühlschrank, Müllabfuhr und Abwassersystemen kommt es auch nicht mehr so häufig vor, dass man sich ekeln muss wie damals vor vielen Tausenden Jahren.

Aber unsere Grundemotionen sind geblieben. Nur die Situationen haben sich geändert. Stress und Arbeitsdruck verursachen auch Ärger, Wut oder Angst. Doch hierbei geht es nicht wirklich um das Überleben auch wenn unser Gehirn denkt, dass es um das Überleben geht.

Hierbei geht es um den richtigen Umgang mit der Situation oder ist man in der Lage diese schweren Emotionen richtig zu heben.

Heute wissen wir, durch Gehirnscans mit der Funktionalen Magnet Resonanz Tomografie oder kurz FMRT, erlebt unser Gehirn diese schweren Emotionen immer wieder, dann bilden sich dafür neuronale Verbindungen in unserem Gehirn. Diese Verbindungen festigen sich je öfter man diese schweren Emotionen erlebt. Irgendwann sind diese Schaltungen so stark, dass diese Verschaltungen buchstäblich süchtig nach solchen Situationen werden.

Man kann sagen, dass man sich nicht durch die Situation ärgert, sondern weil das Gehirn süchtig nach diesem ärgern geworden ist und daher Situationen erschafft, damit es sich ärgern kann.

Neue neuronale Strukturen für positive Emotionen schaffen

Wenn wir unser physischen Muskeln mit Energie betanken möchten, dann achten wir darauf, dass wir uns gut ernähren. Genauso sollten wir auch unsere emotionalen Muskeln ernähren. Mit guten Emotionen.

Gute Emotionen sind Freude und Sicherheit. Leider werden Menschen täglich mit Emotionen wie Angst oder Wut konfrontiert und fühlen sich nicht mehr so sicher und es gibt dadurch auch keine Beschäftigungen in ihrem Leben, die Freude bereiten.

Mir bereitet die Meditation welches ich in der Einleitung beschrieben habe, sehr große Freude. Nach der Meditation fühle ich mich auch sehr sicher und frei. Auch habe ich nach der Meditation ein Lächeln im Gesicht und gehe auch mit Problemen viel gelassener um.

Eine weitere Möglichkeit um emotionale Energie zu tanken ist die Sichtweisen zu bestimmten Situationen zu verändern.

Es gibt dabei 3 Stufen von Sichtweisen, die man zu bestimmten Situationen annehmen kann. Tony Schwartz beschreibt diese Situationen in seinem Buch „The way we are working isn’t working“ folgendermaßen:

Erste Sichtweise oder die Sichtweise aus sich selbst heraus. Mit dieser Sichtweise versucht man die Situation aus sich selbst aus zu betrachten. Man stellt sich die Frage wie kann man sich selbst verändern um mit der Situation besser umzugehen. Also genauso als ich mich in der Situation mit den Screen Reader verändert hatte. Ich hatte erkannt, dass ich die Software nicht ändern kann sondern meine Arbeitsweise und Einstellung.

Manchmal gibt es keine Möglichkeit sich selbst zu verändern. Dann kommt die zweite Stufe der Sichtweise. Man versucht die Gegenseite zu verstehen. Warum handelt dieser Mensch so? Hat dieser Mensch Probleme? Indem man die Gegenseite besser versteht, dann versteht man auch dessen Handlungen und kann dadurch mit einer Situation besser umgehen.

Es gab auch Momente, wo ich meine Einstellung zu dem Screen Reader nicht ändern konnte, weil der Screen Reader zu oft abstürzte und mich beim Arbeiten sehr stark einschränkte. Also kontaktierte ich die Entwickler und habe durch mehrere E-Mails erreichen können, dass die Probleme in der nächsten Version gelöst wurden.

Es kann auch sein, dass die erste und auch die zweite Stufe einen nicht vorwärtsbringt. Dann geht man in die dritte Stufe der Sichtweise. Man richtet die Sicht auf die Zukunft und frägt sich was diese Situation in der Zukunft einem bringen kann.

Ist man z.B. arbeitslos, so kann man sich über diese Situation ärgern oder die Zeit nutzen um sich fortzubilden und in der Zukunft ein bestimmtes Ziel zu erreichen.

Wie bereits schon erwähnt, reicht es nicht aus, dies nur zu wissen, sondern man muss es auch üben und anwenden. Oder anders ausgedrückt, man muss die emotionalen Muskeln trainieren. Indem man meditiert oder sich in eine ärgerliche Situation innerlich versetzt und alles Reflektiert damit man diese Situation oder die eigenen Handlungen besser versteht.

Für mich ist das Training mit den emotionalen Muskeln sehr wichtig. Natürlich kommt es bei mir auch vor, dass ich mich ärgere. Es geht ja auch nicht darum, dass ich meine Emotionen unterdrücke, sondern darum, dass diese negativen Emotionen nicht die totale Kontrolle über diese Situationen übernehmen und ich wie meine Vorfahren vor vielen tausenden Jahren mit Kampf oder Flucht auf die Situation reagiere.

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